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DRK - Der Richtige Kontakt

Thomas Stephan lieferte Informationen zur Pflegeversicherung...

 

Deutsches Rotes Kreuz wird abgekürzt zu DRK. Stephan Thomas, einer der maßgeblichen Männer im Sanitätsbereich des Lorscher DRK, übersetzte es mit „Der Richtige Kontakt“. Gemeint war damit der Bereich Pflege und Soziale Dienste, den das Rote Kreuz auch im Kreis Bergstraße abdeckt. Pflegedienst, Mahlzeitendienst, Haus-Notruf, Fahrservice und Beratung gehören dazu. Alles aus einer Hand biete das DRK und man werde rundum gut betreut, so verspricht es eine Broschüre. Was im Kreis nicht angeboten wird, ist eine stationäre Pflege. Aus diesem Grund referierte Stephan Thomas, Pflegeberater des DRK, Fachkrankenpfleger von Beruf mit Erfahrung in der ambulanten Pflege, im Lorscher Rot-Kreuz-Heim auch nur unter dem Gesichtspunkt der häuslichen Pflege. Die erfolgt entweder durch Angehörige, durch externe Pflegekräfte oder durch eine Kombination von beidem. Dazu gebe es die Hilfsangebote des DRK und anderer gemeinnütziger Organisationen aber auch von privaten Anbietern, erklärte er seinem Publikum. Stephan Thomas erläuterte die Geschichte der Pflegeversicherung und die dahinter steckende Absicht der Politik. Er gab Informationen zum Thema Pflegebedürftigkeit und der Einteilung in Pflegestufen. Gerade hier gebe es Fußangeln, die der Normalbürger nicht immer kenne. Da helfe die Pflegeberatung des DRK. Die Pflegeversicherung sie zwar eine eigenständige Pflichtversicherung, hänge aber eng mit der Krankenversicherung zusammen. Wer eine zu pflegende Person im Familienkreis habe, sei es aus Krankheitsgründen, wegen eines Unfalls, aufgrund eines Geburtsfehlers oder des Alters, müsse sich über die Leistungen der Pflegekasse informieren. Geld gebe es in der Regel nur, wenn eine Pflegestufe zugeteilt werde. Das müsse man bei der Krankenkasse beantragen. Der „Medizinische Dienst“ der Krankenkasse komme zur Begutachtung und entscheide über die „Pflegebedürftigkeit“ und die daraus resultierende Pflegstufe. Je nach Schwere der Behinderung gebe es die Pflegestufe eins bis drei und entsprechend danach auch einen finanziellen Zuschuss. Es gebe auch die Pflegestufe Null. Daraus ergebe sich zwar kein geldwerter Anspruch, wohl aber eine gewisse Unterstützung bei der Pflege. Es gebe auch Härtefälle, die über die Pflegestufe 3 hinausgingen. Der Anspruch könne aus Bargeld oder in Sachleistungen bestehen. Sachleistungen seien oft Kosten, die die Krankenkasse übernehmen müsse. „Pflegebedürftig“ ist ein Mensch, wenn die Gewohnheiten des täglichen Lebens für mindestens sechs Monate eingeschränkt sind, zum Beispiel durch eine Bewegungseinschränkung nach einem Unfall. Stephan Thomas sprach sich ausdrücklich für eine Pflege zuhause aus, soweit das möglich sei. Das sei besser für Betroffene, vor allem für ältere Menschen, die nicht gerne ihre gewohnte Umgebung verließen. Er sprach zahlreiche Einzelfälle an und beantwortete die Fragen aus dem Publikum. Da saßen einige Menschen, die mit häuslicher Pflege zu tun haben und die dankbar waren für die Beratung.

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Das Thema erwies sich als so umfangreich, dass es auch in dem zweistündigen Vortrag und der Diskussion nicht ausreichend behandelt werden konnte. Häusliche Pflege als Job (mit Sozialversicherung), Mischpflege, Fremdpflege, stationäre Pflege, teilstationäre Versorgung (zur Tages- oder Nachtzeit), technische Hilfsmittel, Pflegeergänzungsleistungen, Pflege bei Demenz und auch Pflegeschulung waren nur einige weitere Themen, die der Referent sachkundig erklärte. Wer einen Pflegefall in der Familie hat, kann sich bei einer gemeinnützigen Organisation des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes (z.B. Caritas, Arbeiterwohlfahrt, Johanniter, DRK) informieren. Der DRK-Bereich „Pflege und Soziale Dienste“, der Auskunft geben kann, sitzt in der Hüttenfelder Straße 5 in Heppenheim, Telefon 06252-2020. Auskunft gibt es auch beim DRK-Kreisverband, Telefon 06252-70040. Das Lorscher Rote Kreuz will auch künftig Referate zu gesundheitlichen Themen anbieten. ml

 
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