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DRK investierte in zweiten Defibrillator

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Hand aufs Herz: Wer weiß, was ein Defibrillator ist?

Dies ist ein Gerät, mit dem auch ausgebildete Laien Leben retten können. Man spricht von einer Defibrillation - und meint damit eine Methode zur Behandlung von lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen, wie es Kammerflimmern oder Kammerflattern sind.

"Intelligentes" Gerät

Dabei wird der normale Rhythmus des Herzens durch die Störung sozusagen ausgeschaltet. Das Herz schlägt nicht mehr regelmäßig, die Herzmuskelzellen zittern. Jetzt kann das Herz nicht mehr richtig pumpen und es kommt in der Regel zu einem Kreislaufstillstand.

Durch Gleichstromstöße kann die normale Herztätigkeit wieder hergestellt werden. Herzrhythmusstörungen können durch einen Herzinfarkt, durch Stoffwechselstörungen, durch Stromschläge oder auch durch Medikamente entstehen. Beim Kammerflimmern fühlt man dann keinen Puls mehr und bei einem EKG (Elektrokardiogramm) würde auf dem Monitor eine wilde Zitterlinie gezeigt. Mit einem Defibrillator - auch kurz "Defi" genannt - kann man unter bestimmten Bedingungen das Herz wieder zum Schlagen bringen.

Dazu muss man bei dem Betroffenen den Oberkörper frei machen und die Elektroden des Gerätes auf den Brustkorb kleben. Der "Defi" analysiert den Herzschlag und erzeugt einen elektrischen Schock. Außerdem ist ein Taktometer eingebaut für 30 Herzdruckmassagen. Das Gerät erkennt aber auch, ob der Betroffene einen implantierten Herzschrittmacher hat. Dafür ist eine Sicherheitstechnik installiert.

Das DRK Lorsch hat jetzt einen zweiten Defibrillator gekauft. Dieser kostet 1800 Euro und wurde durch Spenden und Einnahmen des Weihnachtsmarktes finanziert.  Das neue Gerät wurde jetzt den Mitgliedern der Sanitätsgruppe vorgeführt und Ingolf Horn, Geschäftsführer der Lieferfirma, erklärte die Funktionsweise.

Stephan Thomas, stellvertretender Bereitschaftsleiter, wird weitere Mitglieder unterweisen. Er weiß von Berufs wegen, dass mit jeder Minute, in der ein Herzkammerflimmern nicht mit einer Defibrillation (Elektroschock) und einer Herz-Lungen-Wiederbelebung behandelt wird, die Chancen für ein primäres Überleben um zehn Prozent sinken. Wenn die Sauerstoffversorgung des Körpers über fünf Minuten unterbrochen wird, können irreversible Hirnschäden auftreten.

 

Schnelle Zugriffszeiten

Um das in einem Notfall zu verhindern, gibt es die "First Responder" (qualifizierte Ersthelfer vor Ort). Seit fast sechs Jahren existiert diese Helfergruppe des DRK Lorscher. Das sind ausgebildete Sanitätshelfer, sie verkürzen mit ihrem schnellen Einsatz die Zeit zwischen dem Eintreten des Notfalls und der ersten medizinischen Versorgung (Rettungsdienst).

Dank an die Unterstützer!

Die mittlerweile verjüngte und vergrößerte Sanitätsgruppe verfügt nun über zwei Defis und alle Mitglieder können sie zukünftig auch anwenden. Sie sind in den Einsatzfahrzeugen verstaut und immer einsatzbereit. Sie funktionieren mit Batterien und Akkus. Auch wenn das alles ein wenig kompliziert klingt: Diese "Defis" für Laien - es gibt sie auch für Ärzte - sind echte Lebensretter.

Das DRK Lorsch bedankt sich bei all den zahlreichen Spendern, die den Kauf dieses neuen Defibrillators ermöglicht haben!

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